St. Martin

Die kleinen Dinge im Alltag, wie schnell geraten sie in Vergessenheit. Gerade wenn man sich als glücklicher Vater bezeichnen darf, kommt es deutlich öfter zu solchen Situationen. Wichtige Dinge im Geschäft können nicht warten und es folgt eine Überstunde auf die Nächste. Ich bin froh, dass ich ab und zu dem Rat meiner Familie und dem von Freunden folge und dann doch mal dem Alltag entfliehe und ganz tolle Momente erleben durfte.

Der 1. Auftritt im Kindergarten, eine wichtige Untersuchung beim Arzt, die erste Fahrt auf einem Traktor,…..ich denke Viele wissen genau was ich damit meine. Unter anderem hatte ich bei meinem Blog „Das erste Mal“ bereits ein ähnliches Thema angeschnitten.

So folgte ich dem Rat anderer Eltern, machte einen Eintrag im Kalender, setzte rechtzeitig den Rechner in den Schlafmodus und besuchte den ersten St. Martinsumzug meines Sohnes. Wer war von euch auch dabei? Habt ihr auch die riesigen Augen eures Kindes gesehen und die volle Konzentration auf die Laterne?

 

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Ich selbst erinnere mich noch eine meine Umzugsbesuche. Wie lustig als wir glaubten, wenn wir unter uns Freunden die Mützen tauschten und uns nach dem Umzug erneut anstellen, daß wir dann eine weitere leckere Brezel bekommen werden 😊 !!! Ehrlich gesagt erinnere ich mich an nur wenige Dinge von meiner Kindheit. Die Meisten sind dann doch eher dem Fussball geschuldet und einem wichtigen Spiel, welches gewonnen wurde. Aber in diesem einen Fall erinnere ich mich noch gut an den heiligen St. Martin, welcher unterwegs seinen Mantel opferte und dem armen Mann im Zeichen der Nächstenliebe zu einem Wärmeschutz behalf.

 

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Übrigens waren es früher die Priester, welche den Leuten sagten, sie sollen wie die Lichter in der Kirche sein und zum Sonnenuntergang feiern. Schnell gab es jedoch Kritik, da die Leute fortan mit Feuer durchs Ort zogen und die Gefahr bestand, dass die vielen Häuser, welche um 1800 noch aus Holz waren, Feuer fingen. Passend zu Fastnachtsbeginn, fühlte man sich dann an den Rosenmontagszug erinnert und zelebrierte einen Umzug, jedoch nun mit Laternen.

 

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Naja. Ehrlich gesagt hatte ich mich dann erkundigt, was wohl unsere Kinder haben werden. Eine Kerze, eine batteriebetriebene Lampe oder doch schon eine Leuchte, welche tagsüber über Solar zur Energie fand? In den Gesprächen fand ich heraus, dass dies wohl öfters wechselt. Und so zogen wir fast schon altmodisch, mit einer Eule und einer echten Kerze dem Pferd hinterher. Schön wars und ich dabei!

 

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